Seit 1908 für Mütter, Kinder und junge Frauen

Ein Blick zurück auf die Geschichte der Stiftung Wolfbrunnen

1908 Gründung

Die Arbeiterinnenkolonie Wolfbrunnen wird 1908 durch den Verein Mütter- und Kinderheim Wolfbrunnen, aus Kreisen der evangelisch-reformierten Kirche Lausen, zu Gunsten von benachteiligten Frauen gegründet. Zu diesem Zeitpunkt wird die Institution auch Basler Frauenheim genannt. Die Institution wird auf dem Gelände eines ehemaligen Gutsbetriebes gegründet. Das Gelände umfasst zwei spätbarocke Gebäude (von welchen heute noch eines steht) und viel Umschwung.

1930* Namensänderung

Der ursprüngliche Zweck bleibt erhalten, einzig der Name wird geändert. Die Institution heisst nun Frauenheim Wolfbrunnen. Bekannt ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Leiterinnen auf dem Wolfbrunnen-Areal wohnen und dort ein strenges Regime führen.

1945* erneute Namensänderung

Der neue Name lautet Mütter- und Kinderheim Wolfbrunnen. Es wohnen hier schwangere Frauen oder Frauen mit ihren Kleinkindern, welche entweder Zuflucht suchen oder von ihren Familien ausgestossen worden sind. Die Frauen arbeiten in der Wäscherei, Glätterei, Flickerei sowie im Garten. Eines der beiden spätbarocken Gebäude muss einem Neubau weichen, in welchem das Kinderhaus eingerichtet wird. Arbeiterinnen der Firma Ronda auf dem Nachbarsgrundstück bringen ihre Kinder tageweise ebenfalls in das Kinderhaus.

1975* Konzeptänderung

Das Konzept wird unter der Heimleiterin, Frau Eva Schär-Ratici, so verändert, dass die Wolfbrunnen- Bewohnerinnen nun auswärts arbeiten und so die Möglichkeit haben, eine Ausbildung zu absolvieren. Ebenfalls in dieser Zeit wird der Jugendsozialdienst des Kantons Baselland zur Aufsichtsbehörde.

1982* Heimleitungswechsel, Namenswechsel, Konzeptänderung

Die Nachfrage der Plätze für Frauen mit Kind ist stark zurückgegangen, weshalb die Zielgruppe neu mit "junge Frauen mit Berufsfindungs- oder familiären Problemen" definiert wird. Zum ersten Mal wird die Institution von einem Mann, Herrn Hutmacher, geleitet und auf Mädchenheim Wolfbrunnen "getauft". Der Heimleiter wohnt mit seiner Familie auf dem Gelände.

1990 Wechsel der Gesellschaftsform, Heimleitungswechsel

Die Institution befindet sich in einer grossen Krise und die Zukunft ist ungewiss. Darauf passt der Verein seine Tätigkeit den aktuellen Bedürfnissen an und errichtet eine Stiftung, womit das Weiterbestehen gewährleistet ist. Zweck der Stiftung ist die Führung eines Heimes für sozial beeinträchtigte Jugendliche nach anerkannten Grundsätzen der Sozialpädagogik auf christlicher Grundlage. Die Stiftung Wolfbrunnen Lausen untersteht der Aufsicht des Kantons Basel-Landschaft. Frau Anita Dolder übernimmt die Leitung, wird jedoch schwerkrank und kann nach weniger als 2 Jahren Tätigkeit ihre Arbeit nicht mehr weiterführen.

1991 Heimleitungswechsel, Namenswechsel, Konzeptänderung

Die Institution wird von nun an Wolfbrunnen, Wohngruppe und Schule genannt und von Herrn Rüdiger Heyl geleitet. Das Konzept und die Zielgruppe wird neu so definiert: Mädchen aus der ganzen Schweiz, welche die obligatorische Schulzeit zu erfüllen haben und nicht in ihrem Elternhaus bleiben können oder wollen. Auch wird ihnen dabei geholfen, einen Anschluss in das Berufsleben zu finden. Schulleiterin ist seit 1993 Frau Ruth Brönnimann. In den 90-er Jahren stabilisiert sich die Situation, das neue Konzept bewährt sich und die Existenz der Stiftung Wolfbrunnen ist gesichert.

2001 Heimleitungswechsel

Frau Priska Zimmermann übernimmt die Leitung der Stiftung Wolfbrunnen.

2008 Jubiläum

Die Stiftung Wolfbrunnen feiert ihr 100-jähriges Bestehen, blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück und mit viel Zuversicht in die Zukunft.

2010 Konzeptänderung

Der Phasenplan wird unter der Leitung von Frau Priska Zimmermann und Frau Solveig Zellner gemeinsam mit dem sozialpädagogischen Team neu entwickelt.

Der Phasenplan strukturiert den Aufenthalt jedes Mädchens und stellt somit eines der zentralsten pädagogischen Arbeitsmitteln dar.

 

 

* ungefähre Angaben

 

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